Newcastle Disease in Deutschland

Die aktuelle Lage, Symptome und Maßnahmen!

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Das Interview mit dem Tierarzt Dr. Andreas Hemme und Sebastian Haskamp

Nach Jahrzehnten ohne größere Ausbrüche ist die Newcastle-Krankheit wieder in Deutschland aufgetreten. Im Interview gibt Tierarzt Dr. Andreas Hemme eine Einschätzung zur aktuellen Lage, zu Risiken für Geflügelbetriebe und zu notwendigen Maßnahmen.

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Warum tritt Newcastle wieder in Deutschland auf? 
 

Sebastian Haskamp:
„Herr Hemme, wie kommt es nach so langer Zeit zu neuen Fällen von Newcastle?“
Dr. Andreas Hemme:
„Das Virus war nie vollständig verschwunden. In Ländern wie Russland und seit rund zweieinhalb Jahren auch in Polen ist Newcastle weiterhin verbreitet. Durch die Nähe zu Deutschland war eine Ausbreitung absehbar. Erste Fälle traten entsprechend grenznah auf, inzwischen gibt es mehrere Ausbrüche im Osten und Süden Deutschlands.“

Warum sind auch geimpfte Bestände betroffen?

Sebastian Haskamp:
„Wie kann es trotz Impfungen zu Ausbrüchen kommen?“
Dr. Andreas Hemme:
„Legehennen werden zwar standardmäßig geimpft, jedoch kommt es in der Praxis zu Anwendungsfehlern. Zudem werden Nachimpfungen häufig nicht im empfohlenen Intervall durchgeführt. Die bisherigen Impfprogramme bieten daher nicht immer ausreichenden Schutz.“
 

Symptome: Wie erkennen Betriebe Newcastle?


Sebastian Haskamp:
„Woran erkennen Landwirte einen Befall?“
Dr. Andreas Hemme:
„Typische Anzeichen sind steigende Verluste und ein deutlicher Rückgang der Legeleistung. Die Symptome ähneln der Geflügelpest, können bei gut geimpften Tieren jedoch schwächer ausfallen.“

 

Inkubationszeit und Risiko der Verbreitung


Sebastian Haskamp:
„Wie schnell breitet sich das Virus im Bestand aus?“
Dr. Andreas Hemme:
„Die Inkubationszeit liegt zwischen fünf und 21 Tagen. Das ist kritisch, da infizierte Tiere oft noch keine Symptome zeigen, aber bereits ansteckend sind. Bei Mastgeflügel kann die Entwicklung deutlich schneller verlaufen.“
 

Maßnahmen: So schützen Sie Ihren Geflügelbestand


Sebastian Haskamp:
„Was sollten Betriebe jetzt konkret tun?“
Dr. Andreas Hemme:
„Konsequente Hygienemaßnahmen sind entscheidend – ähnlich wie bei der Aviären Influenza. Dazu gehören weniger Betriebsbesuche, strikte Biosicherheit und angepasste Impfstrategien. Besonders effektiv ist die Sprayimpfung, da sie eine lokale Immunität in den Atemwegen aufbaut.“
 

Fazit

Die aktuelle Newcastle-Situation in Deutschland zeigt, wie wichtig funktionierende Impfprogramme und strikte Hygienemaßnahmen sind. Geflügelhalter sollten ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen und anpassen, um das Risiko eines Ausbruchs zu minimieren.

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Hier finden Sie das ganze Interview!

Ihr Kontakt für weitere Fragen:

Sebastian Haskamp
Verkaufsleiter Legehennen
Telefon: +49 170 6199964
sebastian.haskamp@forfarmersteamagrar.eu

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