Flackerlicht einfach erklärt – Ursachen, Wahrnehmung und Messung

Flackerndes Licht kennt jeder – vom Kerzenlicht bis zum Lichtausfall. In der Beleuchtungstechnik spricht man von temporaler Lichtmodulation (TLM), wenn sich Helligkeit oder Farbe eines Lichts über die Zeit verändern. Dieses Phänomen kommt sowohl in der Natur als auch bei künstlicher Beleuchtung wie zum Beispiel im Stall vor. 

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Ursachen für flackerndes Licht

Flackern in der Natur

Auch die Natur erzeugt TLM, zum Beispiel:

  • Tages- und Nachtwechsel
  • Sonnenlicht durch Blätter
  • Lichtreflexionen auf Wasser

Für Tiere kann dieses natürliche Flackern wichtig sein, zum Beispiel als Warnsignal durch Schatten eines Raubvogels.
 

Flackern bei künstlichem Licht

Bei elektrischen Lampen entsteht Flackern durch Stromversorgung oder Lampentechnik:

  • Glühlampen: Wechsel zwischen positiver und negativer Spannung (50–60 Hz)
  • Kompaktleuchtstofflampen (Energiesparlampen): können Flackern erzeugen
  • LED-Lampen: Flackern sehr schnell (bis über 1000 Hz) durch Pulsweitenmodulation

Wahrnehmung von Flackern bei Menschen und Tieren

Das Auge erkennt Licht über Sinneszellen in der Netzhaut:

  • Stäbchen
  • Zapfen

Sehr schnelle Lichtänderungen werden oft nicht wahrgenommen, zum Beispiel bei TV-Geräten mit 120 Hz.
 

Die kritische Flackerfrequenz (CFF) beschreibt, ab welcher Frequenz Flackern nicht mehr wahrgenommen wird:

  • Menschen: ca. 83 Hz
  • Vögel: 75–138 Hz
  • Hühner: 75–87 Hz
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Gesundheitliche Auswirkungen

Bei Menschen kann sichtbares Flackern folgende Beschwerden auslösen:

  • Augenbelastung
  • Migräne
  • Angst oder Panik
  • Epileptische Anfälle

Daher gibt es Vorschriften für Beleuchtung in Gebäuden, während Geflügelställe nur teilweise reguliert sind.

Auswirkungen auf Legehennen

Studien untersuchten die Effekte von Flackern auf Geflügel (30 Hz, 90 Hz, 250 Hz):

  • Junge Hühner zeigen leichte Verhaltensänderungen und Stress bei niedrigen Frequenzen
  • Im späteren Leben verschwinden die Effekte
  • Legeleistung wird nur leicht beeinflusst

Messung von Lichtflackern

Faktoren zur Bewertung von Licht:

  • Frequenz: Wie schnell das Licht flackert
  • Modulationstiefe: Stärke der Helligkeitsveränderung

Die Modulationstiefe wird als Prozentwert oder Flicker-Index angegeben.

Messmethoden

PstLM - für Menschen:

  • Wert > 1: Flimmern wahrscheinlich sichtbar
  • Wert < 1: Flimmern wahrscheinlich nicht sichtbar

AFVM - für Vögel: Avian Flicker Visibility Metric (AFVM)

  • AFVM > 1: Flimmern könnte sichtbar sein
  • AFVM < 1: wahrscheinlich nicht sichtbar
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Fazit

Temporale Lichtmodulation (TLM) bzw. Flackern ist normal bei vielen Lichtquellen.

Wichtige Punkte:

  • Flackern tritt bei vielen Lampen auf
  • Menschen können gesundheitliche Beschwerden bei sichtbarem Flimmern haben
  • Hühner reagieren auf niedrige Frequenzen – Performance kann beeinflusst werden
  • Messmethoden wie PstLM und AFVM helfen, Beleuchtung angenehm zu gestalten
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Ihr Kontakt für weitere Fragen:

Sebastian Haskamp
Verkaufsleiter Legehennen
Telefon: +49 170 6199964
sebastian.haskamp@forfarmersteamagrar.eu

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